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Betrug in der Pflege nimmt stetig zu

Wer weiß, wie es möglich ist, dass deutsche Pflegesystem auszutricksen, fuer den sind Millionen Euro Gewinn drin. Die Justiz ist überfordert und es kommen Privatdetektive zum Einsatz.

Die Ermittlungsbehörden kämpfen seit Jahren gegen das Phänomen des Betruges in der Pflege. Dass dieses Treiben aufgrund der Corona-Krise von den schwarzen Schafen der Branche sogar noch ausgebaut werden könnte, davon gehen die Experten aus.

Der Grund ist, dass die alten und kranken Menschen, aufgrund dessen, dass sie sich in einer schwächeren Position befinden, öfter Opfer von kriminellen Machenschaften oder einer schlechten Behandlung werden. Leider ist dieser Umstand laut der Detektei Wien selbst in den deutschen Altenheimen und Pflegeheimen an der Tagesordnung. Kommt es zu einer Beschwerde von Seiten der alten Menschen über die Vorgehensweise in der Einrichtung, dann wird ihnen nicht geglaubt oder hinter deren Rücken wird heimlich mit dem Personal darüber gesprochen, das sich in den meisten Fällen keinen Reim darauf machen kann.

Tipp: Den Aussagen von alternden Menschen sollte auf jeden Fall Glauben geschenkt und dem Fall auf den Grund gegangen werden.

Nach Informationen des „Spiegels“ haben die Krankenkassen deutschlandweit 2016 und 2017 zusammen 14 Millionen Euro an Schäden durch Abrechnungsbetrug in der ambulanten Pflege erfolgreich zurückgefordert " das war doppelt so viel wie in den zwei Jahren zuvor und mehr als jeweils. Doch wird diese Summe mit dem wirklichen Schaden verglichen, ist diese lächerlich. Von Experten wurde 2018 geschätzt, dass durch den Betrug der ambulanten Pflege rund zwei Milliarden Euro jährlich verloren gehen. Tendenz steigend.

Bedenken Sie stets: Ihr Vater, Ihre Mutter oder Ihr Angehöriger, der sich in einer Pflegeeinrichtung befindet, kann sich schlecht wehren. Er ist alt und/oder schwach und was ist, wenn an dessen Aussage doch etwas stimmt. Was ist, wenn in der Pflegeeinrichtung bzw. dem Alten-/Seniorenheim tatsächlich etwas nicht ganz „koscher“ zugeht oder die Bewohner dort wirklich schlecht behandelt werden?

Wie könne Privatdetektive den Senioren helfen? Eine Detektei kann dabei helfen, die Missstände in der Versorgung und Delikte aufzudecken und wichtige Beweise zu sichern. Diese können dann, sofern ein berechtigtes Interesse vorliegt, vor Gericht und zur Vorlage bei den Behörden verwendet werden.

Schlechte Behandlung & kriminelle Machenschaften: Ärgerlicherweise an der Tagesordnung


Selbstverständlich können die Bewohner eines Pflegeheims/Senorienheims direkt die Privatdetektive anrufen - also ganz ohne den Umweg über die Angehörigen. Die Privatermittler und Privatdetektive sind den alten Menschen ebenfalls in Erbschaftsangelegenheiten und einer Anschriftenermittlung behilflich.

Privatdetektive können neben Pflegefehlern und Behandlungsfehler auch schlechte Behandlung durch Angestellte aufklären, ebenso wie Vernachlässigung, schlechtes Essen und Service, Bedrohung und Beleidigung sowie Gewalt gegen alte Menschen im Allgemeinen (Missbrauch) sowie vieles mehr.

Oftmals geht es beim Einsatz der Privatdetektive darum, die Sachverhalte mit den gesetzlich bestellten Betreuern im Seniorenheim geht. Oft erleben die Detektive bei ihren Nachforschungen im Altenheim, dass die betreuten Menschen vor allem finanzielle Einschränkungen erleiden. Dazu gehört bspw. der Abschluss von sinnlosen Sparverträgen für die Senioren oder dass bei wichtigen Entscheidungen die alten Menschen einfach außen vorgelassen werden und ihre Entscheidungsgewalt verlieren. Genau das ist ein Fall für die Privatdetektive.

Den alten Menschen fehlt oft die richtige Handhabe gegen die unseriöse Behandlung der Betreuung. Dabei wird den Senioren ein bestellter Betreuer ganz einfach „aufs Auge gedrückt“ " selbst wenn dies gar nicht notwendig ist. Die Privatermittler und Privatdetektive bieten neben den Nachforschungen zu Missständen auch an, die alten Menschen objektiv zu beurteilen. Sofern ein Betreuer seine Arbeit nicht zur vollen Zufriedenheit machen oder es werden Beweise benötigt, um diesen wieder abzubestellen, dann können die Detektive weiterhelfen. Sie recherchieren, ermitteln und observieren diskret und mit der notwendigen Sensibilität.

Auch Pflege-Abrechnung ist ein Bereich für die Privatdetektive


Viele der verdächtigten oder überführten Pflegedienste erschaffen sich ihre Patienten einfach selbst. Dafür deklarieren sie Verwandte, Freunde und Bekannte als Pflegebedürftige und rechnen Pflegeleistungen über die Krankenkassen ab. Die erschlichenen Zahlungen teilen sie mit den Kooperationspartnern.  Sollte es zu Untersuchungen vom Sozialamt in Form von Hausbesuchen kommen, dann führen die vermeintlichen Patienten eine Scharade auf, in dem sie sich als bewegungsunfähig und/oder unzurechnungsfähig stellen. Sobald das Sozialamt die Wohnung verlassen, dann geht das normale Leben für die Kassenbetrüger weiter. Das heißt sie gehen ganz normal zur Arbeit, ins Kino und auf Urlaubsreise.

Genau an dieser Stelle greifen die Detektive ins Geschehen ein. Sie observieren den verdächtigen „Patienten“ und weisen gerichtswertbar nach, dass es sich nicht um einen Pflegebedürftigen handelt.

Wenn Leistungen nicht oder nicht ausreichend erbracht werden


Ebenfalls erschüttern immer wieder andere Pflegeskandale das Gesundheitswesen, bei denen Pflegedienste Besuche abrechnen, die gar nicht stattgefunden haben. Die Patienten sind über Tage allein, der Umgang mit ihnen ist teils katastrophal: Die hilfsbedürftigen Senioren werden geschmäht und schikaniert.

Leider tauchen auch immer wieder solche Extremfälle auf. Dabei handelt es sich nicht nur um Abrechnungsbetrug, sondern ebenfalls um Patientenmissbrauch. Menschen, die ihrer großartigen Verantwortlichkeit im Gesundheitssystem derartig missbrauchen, die müssen nicht nur gestellt, sondern ebenfalls der Gerichtsbarkeit zugeführt werden.